Inflationsgeschützte Anleihen

Inflationsgeschützte Anleihen sind an einen Preisindex gekoppelt der die Preisteuerung, also die Inflation, misst. Durch diese Lösung können Investoren die Kaufkraft des in die inflationsgeschützte Anleihe investierten Geldbetrag großmöglichst erhalten, da Tilgungs- und/ oder Zinszahlungen an den Preisindex gekoppelt sind. Von der Funktionsweise her reagieren inflationsindexierte Anleihen ähnlich wie Anleihen. Der größte Teil der zyklischen Schwankung des Zinsanteils fußt auf einer Änderung des Realzinses. Boomt die Konjunktur und erhöht die Zentralbank die Zinsen, sinken entsprechend die Kurse der inflationsindexierten Anleihen. Die Inflationserwartungen, der zweite Teil des Zinses bei normalen Anleihen ist in den Industrieländern Dank der Arbeit der Zentralbanken weitgehend stabil. Grundsätzlich ist bei inflationsgeschützten Anleihen zu bedenken, dass ein überdurchschnittliche Entwicklung nur zu erwarten ist, wenn die tatsächliche Inflationsentwicklung über der erwarteten Inflationsentwicklung liegt.
Als klassische Emittenten finden sich beispielsweise namhafte Euro-Staaten wie etwa Frankreich oder die Bundesrepublik Deutschland. Mittlerweile gibt es zunehmend weitere Investmentvehikel die einen gewissen Inflationsschutz anbieten. Gelöst wird dies etwa über Schuldverschreibungen / Zertifikate von Banken oder anderen Emittenten deren Preisbildung etwa an den unrevidierten harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) der europäischen Statistikbehöre EUROSTAT gekoppelt sind. Emittenten sind hier etwa Barclays oder ING. Aber es finden sich hier auch bislang Privatanlegern eher unbekanntere Anbieter wie etwa Thomas Lloyd, deren Schwerpunkte ansonsten im Investment Banking und Investment Management innerhalb der erneuerbaren Engergien und des Cleantech-Sektors liegen.